Doron-Preisträger

2004

 

Man tut das am besten, was man mit Freude und mit Liebe tut…

 

... Stimmt doch - oder etwa nicht? Leider warten täglich zahlreiche Arbeiten auf uns, die wir beim besten Willen nicht lieben können. Trotzdem müssen sie erledigt sein.

Am besten so bald wie möglich, weil sonst der Gedanke an die leidige Pendenz zur Belastung wird. Besser jedoch, wir tun möglichst viele Dinge gerne. Dann tun wir sie mit grosser Wahrscheinlichkeit auch gut, und das Resultat tut uns gut.

Der promovierte Theaterwissenschaftler Werner Wüthrich liebt die Sprache. Auf Grund seines einzigartigen Einsatzes als Brecht-Forscher muss ein wesentliches Kapitel der Biographie Bertolt Brechts neu geschrieben werden. Und als freiberuflicher Schriftsteller begnügt er sich nicht mit der Produktion von Büchern, Theaterstücken, Hörspielen und Filmdrehbüchern, sondern er freut sich, einen bedeutenden Teil seiner privaten Zeit denjenigen zu schenken, die an Kursen und in Ateliers von ihm lernen wollen.

Im Namen des Stiftungsrates gratuliere ich Werner Wüthrich sehr herzlich.

Georg Stucky, Präsident des Stiftungsrates
 

Stumm bricht das Verhängnis herein

Laudatio auf Werner Wüthrich von Robert Schindel

Er riss seine Augen so weit auf, wie er es vermochte, aber dennoch hatte er das Gefühl, bloß durch Sehschlitze zu starren. Was sich vor seinem Antlitz darbot, musste eigentlich mit dem ganzen Gesicht gesehen werden, obwohl, die Szenerie drohte ihm ins Geschau zu kippen, und er wusste in diesem Moment, dass jenes Bild bis ans Ende seiner Tage in ihm bleiben werde... >PDF zum Weiterlesen